25.03.2026, 14:11
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TeamViewer – Bis zu 140 Prozent in fünf Jahren möglich

Die Aktie von TeamViewer ist eine der größten Enttäuschungen der vergangenen Jahre. Auf den Kursrückgang von über 90 Prozent seit dem Rekordhoch und einem Minus von mehr als 60 Prozent auf Jahressicht folgte jetzt der Abstieg in den SDAX. Bringt das die Wende?

Es ist gar nicht so selten, dass Veränderungen bei der Index-Zugehörigkeit mit dem Ende eines Auf- oder Abwärtstrends zusammenfallen. Viele Aktionäre dürften den Glauben an ein Comeback der TeamViewer-Aktie womöglich längst verloren haben. Der Kursabsturz war so rasant und nachhaltig, dass sich das Unternehmen Anfang März genötigt sah, in Form eines CFO-Interviews gegenzusteuern. Dort erklärte Oliver Steil, dass die Situation aus seiner Sicht primär der Ausdruck kurzfristiger Marktdynamik sei und im Gegensatz zu der klaren Positionierung des Unternehmens als profitables Technologieunternehmen mit hohem Cash-Flow stehe. Der Finanzchef zeigte sich zudem sehr zuversichtlich, die Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen und damit eine solide Grundlage für die Rückkehr zu mittlerem bis hohem einstelligen Umsatzwachstum zu schaffen. Die langfristige Strategie von TeamViewer sei klar auf nachhaltiges Wachstum und Technologieführerschaft ausgerichtet.

Eine nachhaltige Erholung des Aktienkurses konnte er damit zwar nicht erreichen, aber es gelang zumindest eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau. Auffällig ist bei TeamViewer schon länger, dass die Analysten vergleichsweise positiv in die Zukunft blicken. Zwar wurden die Umsatz- und Gewinnschätzungen in den vergangenen Monaten nach unten genommen, aber längst nicht so deutlich wie der Kurseinbruch der Aktie es vermuten ließe. Und die Gewinne sollen in den kommenden Jahren immer noch zweistellig wachsen. Auch deshalb ist das 12-Month-Forward-KGV auf aktuell nur noch 4,3 gefallen. In der Spitze hatten Anleger fast das 60-Fache der erwarteten Gewinne bezahlt. Das normalerweise weniger stark schwankende KBV fiel von 32 auf jetzt noch 1,8. Die DZ Bank spricht in einer aktuellen Analyse von einer „extremen Unterbewertung“ und sieht den fairen Wert bei 6,50 Euro. Durch den sehr hohen Anteil an Leerverkaufspositionen („um die 12 Prozent“) könnte es auch zu Eindeckungskäufen kommen, die den Kurs künftig stützen.

Wir haben uns bei der heutigen Marktidee aufgrund des intakten Abwärtstrends ganz bewusst für ein länger laufendes Produkt entschieden. Das Express Plus Zertifikat der UniCredit auf TeamViewer wird spätestens im Januar des Jahres 2031 fällig (HV4Z27). Sollte die Aktie dann mindestens auf Höhe der Barriere von 5,04 Euro (gut 11 Prozent über dem aktuellen Kurs) stehen, wird das Zertifikat zu 1.650 Euro zurückgezahlt. Damit würden Anleger einen Gewinn von rund 141 Prozent einstreichen, was einer p.a.-Rendite von 20 Prozent entspräche. In den Jahren zuvor gibt es wie üblich alle zwölf Monate eine vorzeitige Rückzahlungschance. Die erste Hürde (Januar 2027) liegt mit 8,40 Euro recht weit vom aktuellen Kurs entfernt. In den Folgejahren sinkt sie dann aber jedes Mal um fünf Prozentpunkte, während der Rückzahlungsbetrag von 1.130 Euro jedes Jahr um 130 Euro steigt. Sollte es zu keiner vorzeitigen Rückzahlung kommen und die Barriere am Ende unterschritten werden, werden Aktien in die Anlegerdepots gebucht, wobei die Buchverluste dann etwas höher ausfallen würden als bei einem Direktinvestment in die Aktie.

 


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