14.01.2026, 11:52
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Hannover Rück – Wir wiederholen die Erfolgsstrategie

Die deutschen Rückversicherer präsentieren sich in den ersten Tagen des neuen Börsenjahres relativ schwach. Die Aktie von Hannover Rück hat seit dem Jahreswechsel rund 10 Prozent an Wert verloren und ist damit der schwächste aller 40 Dax-Werte. Das bietet Chancen.

Als Grund für die deutliche Underperformance der Branche wird vor allem der befürchtete Preisdruck bei der Vertragserneuerungsrunde der Rückversicherer genannt. Zu Beginn eines Jahres werden traditionell die Preise für die Policen neu verhandelt und nach Meinung einiger Analysten sind die goldene Zeiten nach der außergewöhnlich profitablen Periode von 2023 bis 2025 nun vorerst vorbei. Die Strategen von Morgan Stanley haben die Aktie gerade von „Overweight“ auf „Equal-weight“ gesenkt und das Kursziel reduziert. Dank eines disziplinierten Managements, starker Bilanz und hohem Kapitalpuffer wird Hannover Rück aber immer noch als einen der besten Akteure im Sektor bezeichnet.

Die Analysten verweisen in diesem Zusammenhang darauf, dass das Unternehmen historisch betrachtet die Konkurrenz in schwächeren Preiserneuerungsrunden immer hinter sich gelassen habe und mit seinem beständigem Gewinnwachstum und den Kapitalausschüttungen in einem unsicheren Preisumfeld am besten positioniert sei. Ähnliche Sätze fielen auch im Sommer 2024, als der Hurrikan Beryl wütete und durch die zu befürchtenden Großschäden entsprechende Belastungen bei den Rückversicherern eingepreist wurden. Wir hatten hier deshalb damals (Marktidee vom 3.7.24) ein bis Dezember 2025 laufendes Capped Bonuszertifikat der BNP Paribas vorgestellt (PC9DH8), bei dem vor kurzem der Höchstbetrag von 240 Euro ausgezahlt wurde. Wer damals mutig zugegriffen hatte, durfte sich jetzt über einen Gewinn von rund 12 Prozent (7,8 Prozent p.a. freuen).

Der Blick auf die aktuellen Konsensschätzungen zeigt, dass die Gewinne in den kommenden Jahren weiter steigen, die Wachstumsdynamik ab 2027 aber spürbar nachlassen soll. Das spiegelt sich dank des jüngsten Kursrutsches auch in der Bewertung der Aktie wider, die mit einem 12-Month-Forward-KGV von knapp 11 am unteren Ende der 10-Jahres-Range gehandelt wird. Vor diesem Hintergrund wiederholen wir unsere damalige Strategie und setzen erneut auf ein Capped Bonuszertifikat bei diesmal aber bewusst kürzerer Restlaufzeit. Das Papier der Société Générale wird im September 2026 fällig und bietet bis dahin eine Gewinnchance von 11,4 Prozent (16,4 Prozent p.a.). Der Risikopuffer von gut 17 Prozent ist nicht gerade üppig, die Barriere von 200 Euro steht aber im Einklang mit dem Chart der Aktie, die im Bereich um 210 Euro eine wichtige Unterstützung ausweist. Sollte die Barriere reißen, werden am Ende Aktien der Hannover Rück ins Depot gebucht. Durch das leichte Aufgeld würden die Buchverluste dann etwas höher ausfallen als bei der Aktie selbst (FA5R8U).


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